Viking World

Die Geschichte der Wikinger – Eine Timeline der wichtigsten Ereignisse

Die Wikinger prägten die Geschichte Europas nachhaltig. Als Seefahrer, Händler, Entdecker und Krieger hinterließen sie zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert deutliche Spuren von Skandinavien bis nach Nordamerika. Diese Timeline der Wikinger-Geschichte zeigt die wichtigsten Daten, Wendepunkte und Entwicklungen der Wikingerzeit in chronologischer Reihenfolge.

Vorwikingerzeit (ca. 500–700 n. Chr.)

Noch vor Beginn der eigentlichen Wikingerzeit entwickelten sich in Skandinavien stabile Gesellschaftsstrukturen. Landwirtschaft, lokaler Handel und erste Fernhandelskontakte legten den Grundstein für den späteren Aufstieg der Wikinger. Besonders wichtig war der technische Fortschritt im Schiffbau, der später schnelle und hochseetaugliche Langschiffe ermöglichte. Diese Epoche wird oft als Vorbereitung auf die Expansion der Wikinger gesehen.

793 – Der Überfall auf Lindisfarne

Der Überfall auf das englische Kloster Lindisfarne gilt als offizieller Beginn der Wikingerzeit. Der Angriff erschütterte das christliche Europa und machte die Wikinger schlagartig bekannt. Von nun an galten sie als gefürchtete Krieger, die überraschend aus dem Meer auftauchten und Küstenregionen angriffen.

800–850 – Raubzüge und Expansion

In den folgenden Jahrzehnten dehnten die Wikinger ihre Aktivitäten stark aus. Sie überfielen Küsten in England, Irland, Frankreich und Spanien, nutzten Flüsse als Handels- und Angriffswege und gründeten erste temporäre Stützpunkte. Gleichzeitig agierten viele Wikinger auch als Händler und tauschten Pelze, Silber und Waffen.

841 – Gründung von Dublin

Mit der Gründung Dublins errichteten die Wikinger eine der bedeutendsten Siedlungen ihrer Zeit. Die Stadt entwickelte sich schnell zu einem zentralen Handelsplatz im Nordatlantikraum. Dublin ist ein Beispiel dafür, dass Wikinger nicht nur plünderten, sondern auch dauerhaft siedelten und Handelsnetze aufbauten.

860–870 – Besiedlung Islands

Norwegische Wikinger begannen, Island zu besiedeln. Die isolierte Insel bot neue Chancen für freie Bauern und Händler. Island wurde später zum kulturellen Zentrum der nordischen Welt, da hier viele Sagas, Mythen und Edda-Texte niedergeschrieben wurden, die unser heutiges Wissen über die nordische Mythologie prägen.

865 – Der Große Heidnische Heerzug

Mit dem sogenannten Großen Heidnischen Heer erreichte die Wikinger-Geschichte einen militärischen Höhepunkt. Eine vereinte Streitmacht fiel in England ein und eroberte große Gebiete. Das daraus entstandene Danelag beeinflusste Sprache, Recht und Kultur Englands nachhaltig.

930 – Gründung des Althings

In Island wurde das Althing, eines der ältesten Parlamente der Welt, gegründet. Dieses Ereignis zeigt, dass die Wikinger über ausgeprägte politische und rechtliche Strukturen verfügten. Rechtsprechung und Versammlungen spielten eine zentrale Rolle im Alltag der nordischen Gesellschaften.

982 – Entdeckung Grönlands

Der Wikinger Erik der Rote entdeckte und besiedelte Grönland. Der Name „Grönland“ war vermutlich bewusst gewählt, um Siedler anzulocken. Trotz der rauen Bedingungen entstanden dort mehrere Wikinger-Siedlungen, die über Generationen Bestand hatten.

Um 1000 – Vinland und Nordamerika

Leif Eriksson, Sohn Eriks des Roten, erreichte um das Jahr 1000 das sogenannte Vinland, vermutlich im heutigen Neufundland. Damit waren die Wikinger die ersten bekannten Europäer in Nordamerika – fast 500 Jahre vor Kolumbus. Archäologische Funde bestätigen diese Entdeckung.

1000–1050 – Christianisierung Skandinaviens

In dieser Phase begann die Christianisierung der Wikinger. Alte Götter wie Odin, Thor und Freyja verloren zunehmend an Bedeutung. Mit dem neuen Glauben änderten sich Machtstrukturen, Bestattungsriten und gesellschaftliche Werte. Die klassischen Wikinger-Raubzüge nahmen deutlich ab.

1066 – Schlacht von Stamford Bridge

Die Schlacht von Stamford Bridge markiert das symbolische Ende der Wikingerzeit. Der norwegische König Harald Hardrada fiel im Kampf gegen die Angelsachsen. Danach verloren die Wikinger ihre Rolle als dominante Macht in Europa.

Nachwikingerzeit (ab 1100)

Nach dem Ende der Wikingerzeit integrierte sich Skandinavien vollständig in das christliche Europa. Dennoch lebt das Erbe der Wikinger bis heute weiter – in Mythen, Symbolen, Runen, Kunst und moderner Popkultur.

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